Inhalt anspringen

Salzgitter

Auf den Spuren der Erdgeschichte in Salzgitter

In Salzgitter gibt es mehrere Orte, an denen man auf den Spuren der Entwicklungsgeschichte der Erde wandeln kann.

Kalksteinbruch bei Salzgitter-Salder.

Im Salzgitter-Höhenzug sowie in den Lichtenbergen erfahren Interessierte auf Geopfaden und in Gebhardshagen auf dem Gesteinslehrpfad Wissenswertes über die Erdgeschichte. Die Hintergrundinformationen gibt es im Museum der Stadt Salzgitter, Schloss Salder, das seit 2007 Informationszentrum des nationalen Geoparks „Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen“ ist.

Die Geopfade geben Einblicke in die Natur Salzgitters und in die Entwicklungsgeschichte der Erde. Lebensspuren in den abgelagerten Gesteinsformationen zeigen, wie es vor Millionen von Jahren in der Region ausgesehen hat. Der Wanderer erfährt auf Informationstafeln und Karten welche Tier- und Pflanzenarten es in Salzgitter gab und welche klimatischen Bedingungen geherrscht haben. Die Pfade sind aber auch für die Sinne ein Erlebnis, denn sie führen durch ein großes Waldgebiet, wobei sich dem Wanderer immer wieder überraschende Ausblicke über das Harzvorland bietet.

Geopfad Salzgitter-Bad (Salzgitter Höhenzug)

Der Geopfad Salzgitter-Bad (Salzgitter Höhenzug) führt als Rundwanderweg zirka 6,5 Kilometer durch die Buchenwälder des Landschaftsschutzgebietes Salzgitter Höhenzug. Von den Kalksteinen der Muschelkalk- bis in die Ablagerungen der Kreidezeit durchläuft man auf dieser Wegstrecke eine Zeitspanne von mehr als 150 Millionen Jahren. Nach all dieser Zeit sind in den Gesteinen noch Spuren der damaligen Lebensformen enthalten, die Aufschluss über die Lebensbedingungen und das damals herrschende Klima geben. Auch das Salz und das Eisenerz, deren Abbau in Salzgitter für Arbeit und Wohlstand sorgten, sind vor Millionen von Jahren als Hinterlassenschaften der Meere in diesem Gebiet abgelagert worden.

Geopfad Salzgitter-Lichtenberg

Der Rundwanderweg Geopfad Lichtenberg ist zirka 8 Kilometer lang. Nach mehr als 200 Millionen Jahren sind in den Ablagerungen der Muschelkalkzeit noch Spuren der damaligen Lebensformen enthalten. Am häufigsten findet man Reste von Seelilien, Ammoniten und Muscheln.

Gesteinslehrpfad Gebhardshagen

Wer keine Wanderungen machen will, um sein geologisches Wissen zu erweitern, der ist auf dem Gesteinslehrpfad in Gebhardshagen, im Park zwischen der Gustedter Straße und der Straße Am Berg, gut aufgehoben. Auf dem wie eine Freiluftausstellung aufgebauten Pfad, kann man sich über verschiedene Gesteine aus dem norddeutschen Raum informieren 

Nach ihrer Herkunft sind die gezeigten Gesteine  in drei Gruppen angeordnet: Von Nummer 1 bis 5  ist sogenanntes Skandinavische Geschiebe der Eiszeit aufgebaut. Dies sind die ältesten gezeigten Gesteine, sie entstammen dem skandinavischen Grundgebirge und wurden von den Gletschern der Eiszeit nach Salzgitter geschoben. Steine Nummern 6 bis 13 sind Gesteine, die im Harz vorkommen. Es handelt sich um Sedimentgesteine und magmatische Gesteine des Harzes. Gesteine Nummer 14 bis 19 kommen im Raum Salzgitter vor. Hier sind Sedimentgesteine vor allem des Erdmittelalters zu sehen, die in früheren Zeiten auch im Raum Salzgitter in Steinbrüchen abgebaut und als Baumaterial verwendet wurden.

Geopark-Informationszentrum Schloss Salder

Das Städtische Museum Schloss Salder ist seit 2007 Informationszentrum des nationalen Geoparks „Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen“. Es beteiligt sich mit verschiedenen Abteilungen an diesem Geopark. So ist beispielsweise der bei Gitter gefundene Ichtyosaurier Platypterygius hercynicus in der Geologischen Abteilung zu sehen. Ein weiterer Höhepunkt sind die Funde des eiszeitlichen Jägerlagers aus Krähenriede, die man sowohl im Museum, als auch im Eiszeitgarten des Schlosses bewundern kann. In diesem Außengelände wurden Pflanzen, die es in dieser Region bereits vor 50.000 Jahren gegeben hat, angepflanzt, um ein lebendiges Bild der damaligen Lebensbedingungen zu vermitteln.

Weitere Informationen zu den Geopfaden und zu  dem Gesteinslehrpfad gibt es auf den Internetseiten der Stadt Salzgitter www.salzgitter.de oder im Städtischen Museum Schloss Salder unter der E-Mail-Adresse  kulturstadt.salzgitterde oder der Telefonnummer 05341 / 839-4618.

Lesen Sie auch hier:

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Stadt Salzgitter

Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass diese Seite Cookies verwendet.