Inhalt anspringen

Salzgitter

Salon Salder 2021: Niedersächsische Künstler/innen loten Habitate aus

Noch bis zum Sonntag, 31. Oktober findet in den Räumen des Städtischen Museums Schloss Salder die Kunstausstellung "Salon Salder" statt. Präsentiert werden unter dem Titel "Habitate" Werke von niedersächsischen Künstlerinnen und Künstlern.

Der Titel der Ausstellung "Habitate"

Ein Habitat ist ein spezifischer Lebensraum in der Tier- und Pflanzenwelt. Es ist die Lebensstätte einer Gemeinschaft und räumlich abgegrenzt zur Außenwelt und Umwelt. Habitat beschreibt auch einen bestimmten Lebensort der Menschen. 
Die Lebenswelt einer und eines jeden hat sich im vergangenen Jahr durch den Ausbruch der Corona-Pandemie verändert. Die Ausstellung geht der Frage nach: "Wie haben die Künstlerinnen und Künstler den Rückzug des Menschen aus der Öffentlichkeit wahrgenommen?"

Die ausstellenden Künstlerinnen und Künstler

Carlotta Drinkewitz und Lilith Queisser versuchen in ihren Fotografien und ihrer Filmarbeit Antworten auf die Frage zu finden, ob die Bewohner/innen trotz ihrer Abwesenheit in ihren Werken noch zu spüren, noch erfahrbar sind. Gibt es andere – bessere Lebenswelten, lösen sich die räumlichen Grenzen der Lebensräume auf? Gibt es ein Innen und ein Außen der Lebensorte so wie in der Arbeit von Joanna Schulte? Sina Heffner schafft Habitate für Tiere und Natur, um den Menschen zu schützen. Sun Rae Kim schafft sogar neue Lebenswelten für die Betrachterinnen und Betrachter ihrer Werke. In den Architekturen Mira Sierings fühlen sie sich nicht sicher, sie wirken für die Menschen zu fragil und instabil. Der Frage, ob Schönheit auch sicher sein kann, geht Pauline Hömmen in ihrer Videoarbeit nach. Eden Nael Liedtke schafft mit seinem Badehaus einen eigenen Kosmos, in dem der Mensch sich selbst versorgend leben kann. Die Strukturen seines Kosmos sind sehr eng gefasst. Sabine Müller spielt mit Gegensätzen: Aufbruch oder Bleiben, Mobilität oder Stille während Maximilian Neumann die Betrachterin, den Betrachter auffordert, sich in Geduld zu fassen und in dem Moment innezuhalten – denn der Augenblick gehe schnell vorüber. Annekatrin Posselt schafft neue Räume – Erinnerungen aus alltäglichen Dingen, die ihrer eigentlichen Funktion beraubt sind und gibt ihnen einen neuen Zweck – neue Aufgaben. 
 
Die Künstler/innen schaffen nach einer Zeit der Ungewissheit neue Perspektiven. Sie schaffen Habitate mit sozialen, kulturellen und philosophischen Bezügen zur Innen- und Außenwelt. Auch Gedanken können Habitate sein, wie Räume, in denen sich vielleicht Sehnsüchte und Wünsche erfüllen. 

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur diesjährigen Ausstellung gibt es auf den Internetseiten  www.kunst-schloss-salder.de (Öffnet in einem neuen Tab) ...

Die Ausstellung kann im Schloss Salder von Dienstag bis Samstag, von 10 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr besichtigt werden.
 

Erläuterungen und Hinweise

Bildnachweise

  • Foto: Eigentum der Künstlerin