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Salzgitter

Zehn Jahre BONA SZ

Kultusminister Grant Hendrik Tonne würdigt berufliche Orientierungsprogramme in Salzgitter und der Region.

Salzgitter, 7. Februar 2019. Wenn der Schulabschluss naht, wird die Frage immer drängender, wie es nach der Schule weiter geht. Damit Jugendliche frühzeitig den richtigen Weg einschlagen, haben die Stadt Salzgitter und die Salzgitter AG im Jahr 2008 berufliche Orientierungsangebote in Salzgitter und der Region auf den Weg gebracht. „Ich erinnere mich noch sehr gut an die ersten Gespräche mit Peter-Jürgen Schneider, dem damaligen Arbeitsdirektor der Salzgitter AG. Wir sprachen darüber, dass regionalen Unternehmen der Nachwuchs fehlt und sie zunehmend mit Ausbildungsabbrüchen zu kämpfen hatten. Es musste etwas geben, das Schüler zu einer wohl überlegten Berufswahlentscheidung führt und Gelegenheit bietet, sich vor dieser Entscheidung auszuprobieren ", sagt Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Das war die Geburtsstunde des Programms „Berufsorientierung und Nachwuchssicherung in Salzgitter (BONA SZ)". Bis heute entstanden aus dieser Idee in Zusammenarbeit mit vielen regionalen Akteuren acht Berufsorientierungsprogramme, die Schüler aus der ganzen Region bei der Wahl eines passenden Berufes begleiten. Am Donnerstagnachmittag fand das zehnjährige Jubiläum von BONA SZ im Kranich-Gymnasium in Salzgitter statt. In seinem Grußwort würdigte Kultusminister Grant Hendrik Tonne unter anderem die Kooperation von Schule und Wirtschaft, die „hier in vorbildlicher Weise praktiziert wird".

Die Berufswelt verändert sich heutzutage schneller als je zuvor. Unternehmen müssen sich stärker um Nachwuchsfachkräfte bemühen. Die Digitalisierung beschleunigt Prozesse und Anforderungen an Arbeitnehmer und Arbeitgeber in nahezu allen Bereichen. „Umso wichtiger sind berufliche Orientierungsangebote, die in unserer Region inzwischen bewährter Bestandteil an den meisten allgemeinbildenden Schulen sind. Schüler können damit ihre Talente und Interessen besser einschätzen, frühzeitig Kontakte knüpfen, unverbindlich Alternativen ausprobieren und so ihr Berufswahlspektrum erweitern", sagt Oliver Syring, Geschäftsführer der Allianz für die Region GmbH.

Die Akteure wollen zudem zeigen, dass es in der Region viele attraktive Arbeitgeber mit vielseitigen Karrierewegen und Tätigkeitsbereichen gibt. Eine weitere wichtige Botschaft ist, dass nicht nur ein Studium zum Ziel führen kann und es deshalb auch für Gymnasien immer wichtiger wird, strukturierte Orientierungsangebote zu integrieren. Um die handwerklichen Berufe schmackhafter zu machen, erhalten die Schüler bei BONA SZ wertvolle Einblicke in Berufsbilder, die sie sonst vielleicht nie in Betracht gezogen haben. Denn so wird beispielsweise deutlich, dass Schornsteinfeger heutzutage auch Messtechniker sind und Dachdecker u.a. Photovoltaik-Kompetenz benötigen.

In Zukunft wollen die Beteiligten die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft weiter ausbauen und Unternehmen, die besondere Schwierigkeiten haben, Nachwuchskräfte zu finden, verstärkt bei der Suche nach geeigneten Fachkräften unterstützen.

Hintergrund: Das Berufsorientierungsprogramm BONA SZ

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