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Salzgitter

Mehr Sicherheit für Radfahrer

Der Radfahrerschutzstreifen in der Friedrich-Ebert-Straße ist ab sofort befahrbar. Alle Verkehrsteilnehmer müssen sich auf eine sichtbare Änderung auf der Straße einstellen. Mit dem Radfahrerschutzstreifen sollen die örtlichen Verkehrsprobleme gelöst werden. Vorausgegangenen waren intensive Diskussionen in den politisc

In der Friedrich-Ebert-Straße gibt es jetzt einen Radfahrerschutzstreifen. (Foto: Stadt Salzgitter)

Ausgangspunkt der Maßnahme war ein Antrag des Ortsrates Süd im Jahr 2014, den Konflikt zwischen parkenden Fahrzeugen und der Benutzung des Radweges in der Friedrich-Ebert-Straße zu lösen. Die Radwege waren in weiten Teilen durch parkende Fahrzeuge nur eingeschränkt nutzbar. Deshalb kam es zu Konfliktsituationen zwischen Fußgängern und Radfahrern, die auf den Gehweg auswichen. Darüber hinaus war die Sicht der abbiegenden Autofahrer auf die Radfahrer beeinträchtigt, da diese von parkenden Fahrzeugen verdeckt werden. Die Konsequenz: Radfahrer wurden von abbiegenden Autos nicht oder zu spät gesehen, so dass es zu gefährlichen Situationen kam.

Die Verwaltung wurde aufgefordert, ein Konzept zur Verbesserung der Verkehrssituation zu entwickeln. Das Ergebnis: Die Verkehrssituation soll durch die Anlage eines Radfahrerschutzstreifens für alle Verkehrsteilnehmer verbessert werden. Bei der Informationsveranstaltung im Februar 2015 stellten viele Bürger, Vertreter des Ortsrates und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) Fragen und gaben Hinweise. Dem Vorschlag der Verwaltung stimmten die Anwesenden zu.

Der Radfahrerschutzstreifen ist ein auf der Fahrbahn markierter separater Verkehrsraum für Radfahrer. Er ist mindestens 1,25 Meter (in der Regel 1,5 Meter) breit und durch eine gestrichelte Linie markiert. Auf diesem Radfahrerschutzstreifen ist das Parken verboten. Der Schutzstreifen darf nur im Bedarfsfall überfahren werden (wenn sich beispielsweise zwei Busse begegnen). Der Vorteil: Die Radfahrer fahren direkt im Sichtfeld des Autofahrers und werden nicht hinter parkenden Autos verdeckt, sondern besser und schneller wahrgenommen. Die Radfahrer haben damit eine größere Sicherheit.

Die ca. 8,50 Meter breite Fahrbahn ermöglichte es, beidseitig Radfahrerschutzstreifen zu markieren und die Stellplätze vollständig auf die Nebenanlagen zu verschieben. Diese sehr kostengünstige Lösung (die Kosten lagen bei rund 8.000 Euro) war vorher bereits im Schäferkamp und der Feldstraße in Lebenstedt auf einer Fahrbahnseite erprobt worden und hat sich dort bewährt.

Der Radfahrerschutzstreifen wird in dem 1,5 Kilometer langen Abschnitt südlich des Knotenpunktes Friedrich-Ebert-Straße/Windmühlenstraße und Hinter dem Salze zunächst probeweise für ein Jahr markiert und die Beschilderung angepasst. Danach soll die Situation erneut beobachten werden, um zu entscheiden, ob es bei der veränderten Aufteilung bleiben soll.

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  • Stadt Salzgitter

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