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Salzgitter

Neues Quartiersprojekt

Für die Menschen in Salzgitter enger zusammen arbeiten: Das machen die Stadt Salzgitter, die Johanniter-Unfallhilfe und die Wohnbau Salzgitter mit einem neuen Quartiersprojekt.

Freuen sich auf das neue Projekt in Salzgitter (vorn links): Hans Joachim Halbach, hauptamtlicher Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, Erste Stadträtin Christa Frenzel, und Detlef Dürrast, Geschäftsführer der Wohnbau Salzgitter, bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages. Im Hintergrund die Beteiligten (von links) Samantha Brinkwirth (Johanniter Unfallhilfe), Katharina Wunderling, Leiterin des Fachdienstes Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter, Daniel Ryll (Wohnbau Salzgitter), Susanne Felka (Johanniter Unfallhilfe), Kai Mühlberg (Wohnbau Salzgitter) und Jörg Schumann, stellvertretender Fachdienstleiter Soziales und Senioren der Stadt Salzgitter.

Für das „InQuSüd“ in Salzgitter-Bad wurde ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.

„Das ist ein guter Tag für das Quartier“, betonte Christa Frenzel, Erste Stadträtin der Stadt Salzgitter.

In Zusammenarbeit mit der Wohnbau Salzgitter und Johanniter-Unfallhilfe entstehe am Eichendorffplatz 9 eine neue Anlaufstelle mit Dienstleistungen und Ansprechpartnern für die Menschen im Quartier.

Dieser Treffpunkt für verschiedene Generationen sei ein offenes Haus für alle, die in der Umgebung wohnen. „Das ist ein Leuchtturmprojekt für die Stadtentwicklung“, ist die Erste Stadträtin überzeugt. Denn mit Blick auf den demografischen Wandel müssen neue Angebote für die Menschen in einer Stadt entwickelt werden. Das könne die Stadt Salzgitter nicht allein stemmen, weswegen sie sich bei der Wohnbau Salzgitter und der Johanniter-Unfallhilfe für die Kooperation bedankte.

Das neue Quartiersprojekt beinhalte Beratungs- und Dienstleistungsangebote, die sich nach dem Bedarf der Bürger richten sollen. „Wir werden die Bewohner nach dem Sommer fragen, welche Wünsche und Nöte es vor Ort gibt“, kündigt Hans Joachim Halbach, hauptamtlicher Regionalvorstand der Johanniter-Unfallhilfe, an. Doch bereits ab sofort kann der frühere Mietertreff der Wohnbau Salzgitter persönlich oder telefonisch kontaktiert werden (Telefonnummer: 05341/2846196).

Für Detlef Dürrast, Geschäftsführer der Wohnbau Salzgitter ist das neue Quartiersprojekt ein Projekt der Zukunft, das Vorbild auch für andere Stadtteile sein kann. Die Wohnbau Salzgitter habe seit 1987 Sozialarbeiter in ihrem Unternehmen und biete in verschiedenen Mietertreffs besondere Anlaufstellen für die Menschen.

Wichtig ist allen Kooperationspartnern das gemeinsame Handeln. „Kooperation statt Konkurrenz. Das ist der Schlüssel, die Zukunft zu gestalten“, ist die Erste Stadträtin überzeugt.Gemeinsam hoffen sie, dass sich die Bürger beteiligten. „Jeder, der sich einbringen will, ist eingeladen, sich einzubringen“, so Hans Joachim Halbach.

Die Umsetzung dieses Pilotprojektes erfolgt in den bereits umgebauten Räumen der ehemaligen Gaststätte „Zur Quelle“. Durch die Kooperation der Partner und engagierter Freiwilliger kann das vorhandene Angebot des Mietertreffs erheblich ausgebaut werden. Der Mietertreff soll auf diese Weise zu einem Beratungs- und Veranstaltungsort ausgebaut werden.
Neben generationsübergreifenden Begegnungs- und Beratungsmöglichkeiten kann eine speziell auf die Bedürfnisse älterer Personen ausgerichtete Pflege- und Wohnberatung angeboten werden. Ziel ist ein lebendiges Quartier, welches Menschen jeden Alters und jeder Lebenslage ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht.

Die Kooperationspartner beteiligen sich wie folgt:
Die Johanniter-Unfall-Hilfe stellt eine Quartiersmanagerin mit einer wöchentlichen Einsatzzeit von 26 Stunden, die Wohnbau Salzgitter hat den gesamten Umbau finanziert und stellt die Räumlichkeiten des „Südstadtzentrums“ im Eichendorffplatz 9 kostenlos zur Verfügung und plant langfristig das Wohnquartier barrierefrei und inklusiv auszubauen. Die Stadt Salzgitter wird sich mit festen und punktuellen Einsätzen der Sozialarbeit des Fachdienstes „Soziales und Senioren“, insbesondere aus dem „Senioren- und Pflegestützpunkt“ beteiligen.
Die offizielle Eröffnung erfolgt im September 2015.

Informationen:
Um auf die steigenden individuellen Bedürfnisse der Bewohner einzugehen und diese umzusetzen, haben sich 2013 Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Organisationen wie Beirat für Menschen mit Behinderung, Seniorenbeirat, Wohnbau, Fachdienste der Stadt Salzgitter, Johanniter, Lebenshilfe, Mütterzentrum und Wohlfahrtsverbände zum Brainstorming getroffen.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie und in welcher Form Wohnraum in den fest gewachsenen Strukturen dieses Quartiers angeboten werden kann. Wie kann es gelingen, den Bewohnerinnen und Bewohnern des Quartiers trotz zunehmender Hilfebedürftigkeit möglichst lange ein Leben in ihrer häuslichen Umgebung zu ermöglichen?

In Zusammenarbeit zwischen der Stadt Salzgitter und der Wohnbau hat die Johanniter-Unfall-Hilfe für das Quartier rund um den Eichendorffplatz in Salzgitter-Bad ein Projekt entwickelt, das insbesondere dazu dienen soll, älteren Menschen eine Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben im Quartier zu ermöglichen. Das Ziel: ein selbstbestimmtes Leben in der eigenen Wohnung zu führen. Um das zu erreichen, werden auch jüngere Menschen, Kinder, Singles und Paare, Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie Menschen mit und ohne Behinderung angesprochen. Sie alle zusammen sollen zukünftig ein tragfähiges Geflecht aus nachbarschaftlichen Beziehungen bilden.

Das Quartiersprojekt „InQuSüd“ in Salzgitter-Bad wird von der Stiftung Deutsches Hilfswerk für die Dauer von drei Jahren gefördert.
 

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Bildnachweise

  • Stadt Salzgitter

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