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Salzgitter

Flüchtlinge ins Alt-Klinikum

Um für die Flüchtlinge, die im kommenden Jahr nach Salzgitter kommen, vorübergehenden Wohnraum zu schaffen, sollen ab Ende Januar 2015 die ehemaligen Räume des Hospiz im Alt-Klinikum Salzgitter-Bad genutzt werden.

Ehemaliges Krankenhausgebäude in Salzgitter-Bad.

In einem Pressegespräch im Rathaus betonte Erste Stadträtin Christa Frenzel, dass die Sammelunterkunft an der Nord-Süd-Straße mit ihren 120 Plätzen nicht mehr ausreiche. Im ehemaligen Hospiz könnten somit in 15 Räumen 30 weitere Plätze entstehen. Die Anwohner rund um das Alt-Klinikum werden vor dem Einzug durch die Flüchtlinge ausführlich informiert.

Grundsätzlich werden Flüchtlinge in Salzgitter für rund zwei Monate zentral gemeinschaftlich untergebracht und anschließend dezentral in von der Stadt angemieteten Wohnungen. Der Stadt Salzgitter ist es bei der Unterbringung besonders wichtig, dass die Flüchtlinge nicht  isoliert untergebracht werden, sondern kurze Wege zu den Kindertagesstätten, Schulen und mehrsprachigen Ärzten haben, um ihnen die Integration und das Kennenlernen des Lebens in Deutschland so einfach wie möglich zu machen. Dazu gehört auch, dass die Flüchtlinge nicht konzentriert an einem Ort untergebracht werden. Die Mietwohnungen befinden sich in verschiedenen Abschnitten Lebenstedts und am Fredenberg sowie in der Südstadt von Salzgitter-Bad und in der Ost- und Westsiedlung. Zukünftig sollen Wohnungen in Gebhardshagen dazu kommen.

Eine positive Zwischenbilanz zog Frenzel über den im Herbst 2013 gebildeten "Runder Tisch Flüchtlinge in Salzgitter". Er habe sich mit dem START-Programm als erfolgreiches Instrument der Willkommenskultur erwiesen und werde mit neuen Ideen in "sinnstiftenden Tätigkeiten" in Berufen oder auch im Sport fortgesetzt. Teilnehmer seien Sozialverbände, Schulen, das Freiwilligenzentrum, die Polizei-Inspektion, Job-Center, diverse Fachdienste der Stadtverwaltung sowie bei Bedarf Gäste.

Das Zusammenstellen der Beratungsangebote für die Flüchtlinge, so die Erste Stadträtin, ermögliche eine schnelle Vermittlung. So sind 110 verschiedene Angebote an ebenso vielen Standorten in mindestens 13 Sprachen vorhanden. Ein anderes Beispiel ist die koordinierte Einrichtung von Sprachförderung für Schulkinder. Die gesundheitliche Situation der Flüchtlinge werde besser erfasst und Unterstützungen eingerichtet.

Eine herzliche Welle der Hilfsbereitschaft, so Frenzel weiter, zeige das Engagement von Brückenbauer/-innen mit und ohne Migrationshintergrund, die das Einleben in Salzgitter erleichtere. In einer konkreten Phase befinde sich der Einsatz von Neubürger-Lotsen. Auch die Spendenbereitschaft in Geld- und Sachwerten sei hoch. Wer sich über seine Möglichkeiten im breiten Spektrum der Unterstützung informieren wolle, der könne sich direkt mit dem Fachdienst Soziales und Senioren in Verbindung setzen.

Ansprechpartner sind im Rathaus erreichbar unter der Rufnummer 05341 / 839-2500 für Spenden und für Personen, die sich ehrenamtlich für Flüchtlinge engagieren wollen. Weitere Informationen unter  startstadt.salzgitterde.

Die Evangelische und die Katholische Familienbildungsstätten Salzgitter führen in enger Kooperation mit der Stadt Salzgitter den Willkommenskurs "Start in Salzgitter" durch. Im Mittelpunkt steht ein Sprachkurs sofort nach Ankunft der Flüchtlinge in Salzgitter, das Kennenlernen der Stadt durch Ausflüge und Besichtigungen, eine Bildungsberatung und die Vermittlung von ersten Kontakten zu Beratungsstellen. Vorgesehen ist weiterhin der Aufbau eines Patensystems. Für die Flüchtlinge und die Durchführung der Kurse haben die beiden kirchlichen Familienbildungsstätten inzwischen Spendenkonten eingerichtet:

Evangelische Familienbildungsstätte:
Kontoinhaber: Ev.-luth. Propsteiverband Salzgitter – Wolfenbüttel
Bank: Norddeutsche Landesbank Salzgitter
BLZ: 25050000; Kontonummer 3808250
IBAN: DE7925 0500 0000 0380 8250
BIC: NOLADE2HXXX
Verwendungszweck: Start in SZ

Katholische Familienbildungsstätte
Commerzbank
IBAN: DE10 2704 0080 0594 9300 00
BIC: COBADEFFXXX
Verwendungszweck: Start in SZ    

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Bildnachweise

  • Stadt Salzgitter

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