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Salzgitter

Bürger gestalten Marktplatz mit

Die Stadt Salzgitter hat zusammen mit dem Ortsrat, dem Expertenkreis und den Bürgern die Variante zur Umgestaltung des Marktplatzes Salzgitter-Bad weiter ausgearbeitet.

120 Bürger nahmen an der Ortsratssitzung teil. (Foto: Stadt Salzgitter)

Ziel war die Belebung des Marktplatzes. Die Kosten wurden durch eine bestandsgerechte Variante von ursprünglich 1,5 Millionen Euro auf 650.000 Euro reduziert.

Während der Sitzung des Ortsrates Süd wurde diese Planung der Öffentlichkeit vorgestellt. Rund 120 Bürger informierten sich, stellten Fragen und brachten ergänzende Ideen ein. Der Ortsrat stimmte im Anschluss einstimmig der Beschlussvorlage zu.

Oberbürgermeister Frank Klingebiel und Ortsbürgermeister Wolfgang Bauer bedankten sich bei den vielen Bürgerinnen und Bürgern, die an der Entstehung des Entwurfes mitgewirkt haben. In zwei Expertenkreisen und zwei Bürgerversammlungen hatten die Bürger Gelegenheit, Vorschläge für die Umgestaltung des Marktplatzes zu machen und darüber zu diskutieren.

Als Ergebnis dieser Bürgerbeteiligung stellte das beauftragte Architekturbüro während der Ortsratssitzung die Vorzugsvariante vor, die von der Mehrheit der Bürger, vom Expertenkreis, der Verwaltung und vom Ortsrat favorisiert wurde: Schwerpunkt ist die Neugestaltung des zentralen Bereiches mit einer großzügigen neuen Freitreppenanlage, die den Platz im Zuge der diagonal verlaufenden Hauptwegeverbindung Marktplatz/Bohlweg öffnet.

Vorgesehen ist, dass der Pavillon und die Hochbeete wegfallen. Die vorhandenen Bäume sollen weitgehend erhalten bleiben und durch neue Baumscheiben ergänzt werden. Spielelemente sollen ebenso aufgestellt werden wie neue Fahrradabstellanlagen und Bänke zum verweilen. Die Spielgeräte sollen demontierbar installiert werden, um beispelsweise für das Altstadtfest eine multifunktionelle Nutzung zuzulassen.

Die Schaffung von Kurzzeitparkplätzen in der Warnestraße ist ebenso geplant wie eine verbesserte Beleuchtung. Ebenso wichtig sind den Verantwortlichen die Umsetzung der Barrierefreiheit und die Schaffung von verschiedenen Sitzmöglichkeiten. „Die Aufenthaltsqualität soll verbessert werden, es soll eine Belebung des Platzes erfolgen“, betonte Oberbürgermeister Frank Klingebiel.

Über das Modell des neuen Marktplatzes freuen sich (von links): Oberbürgermeister Frank Klinebiel, Ortsbürgermeister Wolfgang Bauer, Architekt Jörn Janssen, Stadtrat Michael Tacke, Torsten Fleige-Lütgering, Fachdienstleiter Tiefbau und Verkehr, und Proektleiter Matthias Grote. (Foto: Stadt Salzgitter)

Der geplante Entwurf verschaffe Freizügigkeit und wertet das Gesamtbild mit Bibliothek, kleinem Rathaus und Ratskeller auf. Traditionelles wie die Skulpturen, der Brunnen und die Kunstwerke bleiben erhalten und werden neu angeordnet; das Muster der bestehenden und in Bereichen zu erhaltenen Pflasterung wird teilweise aufgenommen.

Stadtrat Michael Tacke betonte, dass die Umgestaltung in Abstimmung mit Veranstaltungen wie dem Altstadtfest und dem Wochenmarkt erfolgen soll. Eine Beeinträchtigung während der Bauzeit sei jedoch nicht auszuschließen. Das Altstadtfest sei im Bauablauf zwingend zu berücksichtigen, auch wenn gegebenenfalls der obere Platz durch die Baumaßnahme nicht zur Verfügung stehen werde. Er verwies auch darauf, dass der Haushalt der Stadt Salzgitter erst vom Land genehmigt werden müsste, bevor die Aufträge ausgeschrieben werden können. Wahrscheinlich sei eine Ausschreibung der Baumaßnahme im Jahr 2014 und ein Baubeginn im März/April 2015.

 Absprachen mit den verschiedenen Beteiligten werde es dann geben. Es sei zum Beispiel zu prüfen, ob der Markt während der Bauzeit auf den Klemerplatz umzieht. Dies wurde von einigen Bürgern in der Versammlung positiv unterstützt. Dem Wunsch aus der Versammlung nach mehr Grün auf dem Marktplatz begegnete die Verwaltung mit der Idee, die neuen großzügigen Baumscheiben über die Vergabe von Patenschaften an Vereine aus Salzgitter-Bad bepflanzen und pflegen zu lassen. Auf dem oberen Platz soll weiter geparkt werden, während im südlichen Bereich eine multifunktionelle Nutzung mit der Möglichkeit zum bedarfsweise Parken ab 19 Uhr möglich sein soll.

Dies wurde im Expertenkreis sowie von den meisten Bürgern unterstützt, auch wenn in einer vorangegangenen Diskussion durchaus andere Meinungen bestanden. „Nun lasst uns auch anfangen“, so die einhellige Meinung, die sich dann im einstimmigen Ortsratsbeschluss widerspiegelte. Der Dank galt auch der Stadt Salzgitter, die eng mit den Bürgerinnen und Bürgern und dem Ortsrat zusammengearbeitet hat.

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