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Salzgitter

Beeindruckende Zeitreise

Das Stadtarchiv der Stadt Salzgitter hat unter dem Namen „Engelnstedt. Die Geschichte eines Dorfes in Salzgitter“ die erste Chronik über diesen Stadtteil herausgeben. Die anschauliche Zeitreise ist als Band 28 in der Reihe „Beiträge zur Stadtgeschichte“ erschienen. Im Mittelpunkt steht die politische, wirtschaftliche u

Der Kirche in Engelnstedt wird in der Chronik auch ein Kapitel gewidmet. (Foto: Stadt Salzgitter)

Bürgermeister Stefan Klein begrüßte im Namen der Stadt die zahlreichen Gäste, die mehr über die Geschichte von Engelnstedt wissen wollten. Dr. Jörg Leuschner, Fachdienstleiter Kultur der Stadt Salzgitter, berichtete über die Entstehung des Dorfes. Engelnstedt wurde bereits um das Jahr 800 schriftlich erwähnt und ist somit mehr als 1200 Jahre alt.

Die Chronik spiegelt auf anschauliche Weise die Geschichte der Höfe und ihrer Bewohner sowie die Veränderungen in der Landwirtschaft wider. Der Leser erfährt in der Chronik auch vieles zur Geschichte der Kirche, der Auswanderer, der Vereine und Genossenschaften und zur Flora und Fauna.

Den größten Wandel erfuhr Engelnstedt jedoch innerhalb weniger Jahre, als in unmittelbarer Nähe sowohl das Hüttenwerk, als auch die Großsiedlung Lebenstedt entstand. Das Dorf war aber nicht von Umsiedlungen betroffen und verlor nur kleine Teile seiner Gemarkung für den Bau der Städtestraße. Die Bevölkerungsstruktur änderte sich jedoch nachhaltig durch den Zuzug industrieller Arbeitskräfte. 1942 wurde Engelnstedt schließlich Teil der neugegründeten Stadt Watenstedt Salzgitter.

Dem wohl bekanntesten Engelnstedter, Gustav Hagemann, ist ebenfalls ein Kapitel gewidmet. Der Ortsheimatpfleger zeigte beeindruckende Fotos von Fitz Becker über „Engelnstedt in den 50er Jahren“. Für die Chronik hat der Ortsheimatpfleger in vielen Jahren die Grundlagen für diese Ortschronik geschaffen. Er besuchte die Archive, die Quellen zur Engelnstedter Geschichte verwahren – vor allem das Staatsarchiv in Wolfenbüttel, das Stadtarchiv in Salzgitter, das Pfarrarchiv in Broistedt -  und trug in akribischer Arbeit eine Sammlung zusammen, die die Grundlage für die vorliegende Chronik bildete. ´

Weitere Autoren unterstützten ihn dabei: Dr. Claudia Böhler, Dr. Broder-Heinrich Christiansen, Christine Kellner-Depner, Dr. Jörg Leuschner, Günter Spandau, Walter Wimmer und Ursula Wolff. Die Chronik ist auch Dank vieler Engelnstedter entstanden, die Fotos und private Unterlagen zur Verfügung gestellt haben. Die redaktionelle Bearbeitung der Chronik übernahm das Stadtarchiv Salzgitter.

Tipp: Die 400 Seiten umfassende Chronik Engelnstedt. Die Geschichte eines Dorfes in Salzgitter“ kann ab sofort in den beiden Bürgercentern in Lebenstedt und Salzgitter-Bad, im Stadtarchiv und im Städtischen Museum für 20 Euro gekauft werden.

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Bildnachweise

  • Stadt Salzgitter

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